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Dauer der Behandlung

Die Dauer der Unterbringung im Maßregelvollzug nach § 63 StGB ist nicht befristet, sondern richtet sich allein nach den Behandlungsfortschritten der Patientinnen und Patienten. Erst wenn nach sorgfältiger Beurteilung und bestem ärztlich-therapeutischen Wissen keine Gefährdung mehr von der Patientin / dem Patienten ausgeht, kann der Freiheitsentzug schrittweise gelockert werden bis hin zur gerichtlich angeordneten Entlassung.
Bei 34 % der zum 31.12.2013 nach § 63 StGB untergebrachten Patientinnen und Patienten dauerte die Maßregel 10 Jahre und länger. Vor der Beendigung dauerte die Unterbringung im Durchschnitt mehr als 8 Jahre. Ein Grund für die langen Verweildauern ist die zunehmende Anzahl von Patientinnen und Patienten, die nach derzeitigem Stand des medizinisch–psychiatrischen Wissens nicht therapierbar sind und wahrscheinlich ihr Leben in der gesicherten Unterbringung verbringen werden.

Die Dauer der Maßregeln nach § 64 StGB ist befristet. Der Gesetzgeber geht von einer Dauer der Behandlung von 2 Jahren aus, die sich in der überwiegenden Anzahl der Fälle um einen Anteil der parallel verhängten Freiheitsstrafe verlängert.
Bei einem Drittel der zum 31.12.2013 untergebrachten Patientinnen und Patienten dauerte die Maßregel nach § 64 StGB länger als 2 Jahre. Die durchschnittliche Unterbringungsdauer vor Beendigung lag im Jahr 2013 bei 27 Monaten (Kerndatensatzerhebung der Länder).